1. Analyse der Geruchsursache
Geruchsprobleme verstehen, bevor Maßnahmen umgesetzt werden.
Erfassung von H₂S-/Sulfidwerten, Aufenthaltszeiten, Temperatur und Leitungsprofil.
Bewertung der hydraulischen Bedingungen zur Identifikation anaerober Streckenabschnitte.
2. Auslegung der Streckenbelüftung
Die Druckleitung wird als biologischer Reaktor betrachtet.
Hydraulisch angepasste Positionierung der Belüftungselemente entlang der Druckleitung.
Ziel ist eine gleichmäßige Sauerstoffverteilung zur Vermeidung erneuter H₂S-Bildung.
3. Minimal-invasive Einbringung
Umsetzung im laufenden Betrieb.
Installation ohne großflächige Eingriffe in bestehende Bauwerke. Die Stabilisierung erfolgt direkt im Abwasserstrom – nicht erst am Entlüftungspunkt.
4. Dauerhafte Prozessstabilisierung
H₂S-Bildung wird an der Quelle unterbunden.
Nach Inbetriebnahme sinken die Sulfidwerte in den unkritischen Bereich und bleiben dort stabil. Die Leitung bleibt langfristig geruchsfrei – ohne chemische Dosierung.
Ergebnis
Seit über 20 Jahren im Dauerbetrieb.
Stabile Sulfidwerte, geringer Energieeinsatz und kontinuierlich störungsfreier Betrieb.
Fazit
Geruchsbeseitigung in Druckleitungen ist dauerhaft möglich, wenn die H₂S-Bildung systemisch unterbunden wird. Das Beispiel im Harz belegt die Wirksamkeit über mehr als zwei Jahrzehnte im Betrieb.