Algen im Teich

Ursachen, Auswirkungen und Lösungen zur Vermeidung

Algen im Teich

Algen im Teich

Thema Algenblüte im Teich: Wie kann man Algenbildung und Blaualgen vermeiden?

Algen im Teich können ein großes Problem darstellen, insbesondere wenn sie in Form einer sogenannten Algenblüte auftreten. Massive Algenblüten können nicht nur die Ästhetik des Teiches beeinträchtigen, sondern auch negative Auswirkungen auf die Wasserqualität und die Tierwelt im Teich haben. In diesem Artikel möchten wir das Thema genauer betrachten und Möglichkeiten aufzeigen, Algen im Teich zu entfernen und dauerhaft zu vermeiden.

Woher kommen Algen im Wasser und wie kommt es zu Algenblüte?

Ob großer Teich oder kleiner Teich - z.B. ein Gartenteich - die sogenannte Algenblüte ist für alle Teiche - und sogar im Aquarium - eine Herausforderung. Gartenteiche mit vielen Faden-, Schwebealgen und Grünalgen sind besonders schnell von der globalen Erwärmung betroffen, denn je kleiner der Wasserkörper ist, desto mehr Nährstoffe sind pro Liter Wasser enthalten. Das Teichwasser bildet dann eine Grundlage für die schädliche Algenblüte - das gilt für Gartenteiche, Park- oder Angelteiche. Auch im Schwimmteich oder im Aquarium wird klares Wasser trüb, wenn die Wassertemperatur steigt und die Sonneneinstrahlung stark auf den Teich wirkt. Im Garten gelangen Düngemittel und Pflanzenreste mit dem Regen in das Teichwasser. Um die Algenblüte zu entfernen und den pH-Wert stabil zu halten müssen auch in einem Gartenteich einige Regeln beachtet werden.

Mögliche Ursachen von Algen:

  • Große Mengen an Nährstoffen wie Nitrat und Phosphat im Teichwasser
  • Erwärmung durch den Klimawandel, insbesondere bei Gartenteichen
  • Abgestorbene Biomasse und Laub, die am Teichboden verrotten
  • Überfütterung von Fischen im See
  • Schlechte Wasserqualität aufgrund eines ungünstigen pH-Wertes oder eines niedrigen Sauerstoffgehalts im grünen Wasser

Die häufigsten Algenarten im Teich:

  • Fadenalgen
  • Schwebealgen
  • Grünalgen
  • Blaualgen (Blaualgen nennt man die Cyanobakterien - es handelt sich hier nicht um eine Alge, sie tritt jedoch bei Algenmasseaufkommen verstärkt auf und kann toxisch sein.)

Die Teich- und Ufersituation hat bereits Einfluss auf den eingetragenen Nährstoff in das Wasser: Je mehr Pflanzen und Bäume im und am Gewässer angesiedelt sind, desto größer ist die Biomasse durch Laub und Pollen oder abgestorbene Biomasse, die das Wasser anreichern. Wie in einem Komposthaufen muss abgestorbene Organik im Gewässer umgewandelt werden, um als Nährstoff dem Wasserkreislauf zur Verfügung zu stehen.

In jedem Gewässer leben Fische, Wasservögel und anderen Tiere, die ebenfalls zur Überdüngung beitragen. Ebenso der Baumbestand um die Uferzone durch seine Blätter, Pollen und manchmal Totholz. Dadurch wird Algenwachstum gefördert.

Da es in Standgewässern meist keinen oder nur begrenzt Abfluss gibt, sammeln sich die organischen Einträge im Teichwasser, und die abgestorbene Biomasse gibt Nährstoffe in das Wasser ab. Biomasse sinkt zum Boden und löst Nährstoffe in das Wasser. Abgestorbene Algen und andere Pflanzen und Einträge wirken wie ein Dünger und begünstigt das Algenwachstum. Im Teichwasser befindet sich Nahrung für Schwebe-, Faden- und andere Algen und die Chlorophyll-Konzentration steigt durch das Biomasse-Wachstum an. Das Wasser wird immer trüber und grün, am Grund kommt kaum oder kein Sonnenlicht mehr an. Weitere Nahrungsquellen wie die Ausscheidungen von Fischen und Vögeln - oder Entenfutter von Teichbesuchern - werden ebenfalls vom Wasser aufgenommen und verstärken den Dünge-Effekt. Zudem führt ein veränderter pH-Wert zu einer Verschlechterung des Lebensraums Gartenteich.

Warum sollte man Algen im Teich vermeiden?

  • Grünliches oder trübes Wasser beeinträchtigt die Sicht im Teich uns lässt kein Licht in die Tiefe dringen
  • Übermäßige Algenblüte stört das ökologische Gleichgewicht des Teichs und kann zu einem Fischsterben führen, da Faulungsprozesse am Gewässerboden toxische Gase emittieren
  • Übermäßiges Algenwachstum verdrängt andere Wasserpflanzen und Tiere im Teich - die Algen sollte man daher entfernen

Wie kann man Algen im Teich vermeiden:

Teiche in Parks oder im Garten können ihr ökologisches Gleichgewicht nicht mit natürlichen Mitteln steuern: oberflächliche Biomasse in Form von Wasserlinsen oder Algenblüte sollte man daher entfernen und das Nährstoffproblem gezielt bekämpfen, um dem Teich die Voraussetzungen für sein natürliches Gleichgewicht zu schaffen.

Zusammengefasst gibt es drei Wege, den Teich gesund zu halten:

  1. physikalische,

  2. chemische und

  3. biologische Maßnahmen,

um die Algenvermehrung im Teich zu bekämpfen - dabei sind die natürlichsten (also biologischen) Mittel vorzuziehen, also den kleinsten Eingriff in die Natur, damit die Wirkung keine negativen Auswirkungen auf Flora und Fauna hat. Ein Gartenteich wurde künstlich angelegt, daher benötigt er zur Erhaltung auch künstliche Erhaltungsmaßnahmen, ansonsten wird er verlanden.

Die Maßnahmen sollte dauerhaft angelegt sein, damit der Instandhaltungsvorgang mit möglichst wenig Aufwand und geringen Kosten einen dauerhaft guten Zustand im Teich bewirkt. Algenblüte vermeiden ist nur ein Aspekt bei der Bewirtschaftung eines Gewässers.

  1. physikalische Maßnahmen:

beispielsweise UVC-Klärer oder UV-Lampen - sie werden für die Zerstörung der Algen eingesetzt, bekämpfen also nicht die Ursache.

  1. chemische Zusätze:

Fällmittel (Eisen-(III)-Chlorid oder Aluminiumsalze mindern schnell die Trübung im Teich - allerdings lösen sich das gebundene Phosphat und Nitrat wieder in den Wasserkörper und tragen daher indirekt zur Algenvermehrung bei.

  1. biologische Maßnahmen:

biologischer Eingriff in die Pflanzen- und Tierwelt, um invasive Arten zu vertreiben. Der kontrollierte Fischbesatz und die Ansiedelung von konkurrierenden Wasserpflanzen schaffen durch Artenvielfalt eine funktionsfähige Nahrungskette und Algen werden im Teich vermieden.

Dazu muss jedoch die Unterwasserwelt genau untersucht werden und das Milieu geschaffen werden, dieses Gleichgewicht zu halten. Wasserpflanzen benötigen bestimmte Bedingungen, um ausreichend zu wachsen - beispielsweise einen hohen Sauerstoffgehalt und einen idealen pH-Wert - sie wirken wie ein natürlicher Filter. Viele Wasserpflanzen wachsen unterhalb der Wasseroberfläche im See.

Bauliche Maßnahmen können helfen, Fadenalgen zu bekämpfen - in einem mäandernden Fluss wird durch die Bewegung Wasser durchmischt und das natürliche Gleichgewicht aufrechterhalten. 

Zu viel Regenwasser führt zu einem ungünstigen KH-Wert - trotz baulichen Randbedingungen wird bei einer Übersäuerung kein biologisches Gleichgewicht erreicht - dann sollte Wasser aus weiteren Quellen eingespeist werden. Der Wert der Karbonathärte (KH-Wert) stabilisiert den pH-Wert.

Ein Teich ist als Standgewässer nicht geeignet, von sich aus Strömungen zu erzeugen. In tieferen Seen muss man darauf achten, dass die Schichtung erhalten bleibt - eine Durchmischung sollte nicht künstlich erfolgen. Auch im Meer - beispielsweise in der Ostsee - herrscht am Grund Sauerstoffmangel - darüber haben Forscher des Leibniz Instituts bereits Erkenntnisse veröffentlicht. Forscher werten Satellitendaten aus, um Probleme großflächig zu erkennen - Cyanobakterien sind als grüne Wasseroberfläche vom All aus gut erkennbar.

Zurück zu kleineren Dimensionen wie Aquarium und Gartenteich: Die Entnahme von Fadenalgen und Laub aus Ihrem Teich bereits helfen, die Massenvermehrung weiterer Algen zu bekämpfen. Eine gute Wasserqualität mit ausgewogenem Milieu ohne chemische Zusätze sollten das Ziel jeder Teichbewirtschaftung sein: Wasserpflanzen nehmen den Fadenalgen oder verschiedenen Algenarten die Nahrungsgrundlage.

Die wichtigsten Tips:

  • Der Mensch kann durch sein Verhalten bereits eine deutliche Verringerung des Algenwachstums bewirken: vermeiden Sie übermäßige Fütterung von Fischen im Teich, um die Chlorophyll-Konzentration im Teichwasser niedrig zu halten.
  • Entfernen Sie Fadenalgen und Laub regelmäßig aus dem Teich, um zu verhindern, dass sie das Wasser verrotten und Nährstoffe freisetzen.
  • Pflanzen Sie Wasserpflanzen und andere Pflanzen im Teich und um den Teich herum, um die direkte Sonneneinstrahlung zu reduzieren und den Nährstoffgehalt des Teichwassers zu senken.

Fazit: Algen im Teich können ein ernsthaftes Problem darstellen, aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, um übermäßiges Algenwachstum zu vermeiden.

Wenn Sie die Wasserqualität auf natürliche Weise in Ihrem Teich verbessern möchten, sollte zunächst die Ursache bekannt sein, um Fadenalgen und andere Algenarten erst gar nicht im Gartenteich oder im Parkteich entstehen zu lassen.

Unsere Lösung: Die lineare Behandlung durch Drausy hilft, Fadenalgen und Algenwachstum zu vermeiden: ein flächendeckend aerob gehaltener Boden bindet dauerhaft Nährstoffe am Gewässergrund – dadurch wird ein natürliches Gleichgewicht erreicht – auch bei hohen Temperaturen und niedrigem Wasserstand.

Sauerstoff ist mit der linearen Belüftung am Grund immer ausreichend vorhanden - es kann Seerosen im Wachstum verstärken und bietet Habitate für Fische und Kleinstlebewesen. Kleinsäuger fühlen sich von der Belüftung weder gestört noch beissen sie die Leitungen durch - die minimalinvasive Belüftung ist sehr sparsam im Energieverbrauch und wartungsarm. Die flexible Auslegung auf dem Wasser erlaubt es, den Eingriff in die Natur sehr gering zu halten. Wenden Sie sich mit Ihrem Teichproblem an uns – wir prüfen Ihre Situation und erstellen ein individuelles Konzept für die Aufwertung und dauerhafte Erhaltung Ihres Teiches. Ohne Zusatzstoffe. Damit Ihr Gewässer dauerhaft im Gleichgewicht bleibt.

Beispiel einer Gewässerbehandlung mit Drausy: Sanierung Töpferteich Knau (Naturschutzmaßnahme in Thüringen)

Grundanforderung: Biologische Entschlammung durch Entnahme der Wasserpflanzen, lineare Belüftung und Sedimentkonditionierung.
- Fläche 12.000 m2,
- Sedimenthöhe: 50-80 cm

 Abbauvorgaben: Mind. 50% Abbau organisches Material und mind. 40 % des Gesamtsediments von 6.000 m3
- Sanierungsbeginn Anfang Mai 2011
- Sanierungsende November 2011

Töpferteich im Mai 2011Töpferteich im August 2011Töpferteich im September 2011

Die Bilder zeigen den Teich vor, während und nach der Behandlung. 

Ausgangzustand:

  • Algenmassenentwicklung
  • toxische Blaualgen
  • Verlust der Artenvielfalt
  • Sauerstoffschwund
  • Fischsterben (Extremfall)
  • Geruchsbelästigung

dadurch: eingeschränkte Nutzung für

  • Trinkwassergewinnung
  • Fischerei
  • Erholung
  • Naturschutz

Zitat der Abschliessenden Notiz (Bauabnahme):

"Die Leistung "Entschlammung Töpferteich" ist abgeschlossen. Die zu Abnahme erforderlichen mindest-Zielvorgaben:

- mind. 50% Abbau der organ. Bestandteile im Sediment

- mind. 40% Abbau der Gesamtsedimentmenge von 6.000 m3 aus organ. Schlamm wurden mit 64% bzw. 60% erreicht."

Die Maßnahme wurde temporär durchgeführt – Fokus lag auf der Volumenreduktion des Schlamms. Eine Dauerbelegung in dieser Art Teich hält das Gewässergleichgewicht dauerhaft in Takt – durch rein biologische Prozesse.

Zitat und Fotos: Uecker/ Büro Wendrich